Energie sparen in der Schule: Praktische Stromspartipps für den Schulalltag
Energie lässt sich im Kindergarten und in der Schule an vielen Stellen sparen – etwa bei Beleuchtung, elektronischen Geräten, Heizung und Lüftung. Auch im Unterricht bietet Energiesparen viele Möglichkeiten zum Mitmachen.
Das Wichtigste in Kürze
- In Schulen lässt sich bei Beleuchtung, Geräten, Heizung und Lüftung Energie sparen.
- Kinder können mit Projekten und Challenges aktiv eingebunden werden.
- Klassenzimmerregeln helfen beim Energiesparen im Schulalltag.
- Aktionstage bieten Anlässe für Energie- und Klimaschutzprojekte.
- Energie Express und Pixi-Bücher vermitteln Energiewissen spielerisch.
- Führungen und die Wien Energie-Erlebniswelt machen Energiethemen erlebbar.
Warum Strom sparen in Schulen wichtig ist
Im Schulalltag wird täglich Energie benötigt – für Beleuchtung und elektronische Geräte ebenso wie für Heizung und Lüftung. An vielen Stellen lässt sich bereits mit einfachen Maßnahmen Energie sparen.
Gleichzeitig kann Energiesparen im Schulalltag zeigen, wie Klimaschutz ganz praktisch funktioniert. Schüler*innen und Lehrkräfte können gemeinsam darauf achten, wo Energie gebraucht wird und wo sich Verbrauch vermeiden lässt.
Energieverbrauch und Kosten im Schulbetrieb
Beleuchtung, elektronische Geräte, Heizung und Lüftung benötigen im laufenden Schulbetrieb Energie. Ein bewusster Umgang damit kann den Energieverbrauch reduzieren und schont gleichzeitig Ressourcen. Wo Einsparungen möglich sind, hängt unter anderem vom Gebäude, seiner technischen Ausstattung und der Nutzung ab.
Energie sparen Kindern erklären: Tipps für den Unterricht

Kinder und Jugendliche können beim Energiesparen selbst aktiv werden. Im Unterricht bieten sich dafür Projekte, gemeinsame Regeln und kleine Challenges an.
Klassenzimmerregeln zum Stromsparen
Gemeinsame Regeln helfen dabei, Energiesparen im Klassenzimmer zur Gewohnheit zu machen. Zum Beispiel:
- Licht ausschalten, wenn ein Raum nicht genutzt wird.
- Elektronische Geräte nur bei Bedarf einschalten.
Das klingt einfach – und ist es auch! Trotzdem geraten diese scheinbaren Kleinigkeiten oft in Vergessenheit. Kleine Hinweise unterstützen die Umsetzung im Alltag: Sticker an Lichtschaltern und Geräten dienen als Erinnerung, Energie bewusst zu nutzen.
Energieprojekte, Wettbewerbe und Challenges
In der Klasse übernehmen Klima- und Energiedetektiv*innen aktiv Verantwortung: Sie spüren Energiefresser auf und machen diese sichtbar. Mit selbstgebastelten Schildern – zum Beispiel in Form einer Anhaltekelle mit der Aufschrift „Ich bin Energie-Detektiv*in“ – zeigen sie ihr Engagement.
Das Energieteam koordiniert Maßnahmen und motiviert die gesamte Schule zum Mitmachen. So wird Energiesparen zur gemeinsamen Aufgabe – mit Spaß und Teamgeist.
Auch kleine Challenges bringen Abwechslung ins Klassenzimmer:
- Wer schafft es, am längsten auf digitale Geräte zu verzichten? Das nennt sich Energiefasten.
- Wer schätzt den Stromverbrauch verschiedener Geräte am genauesten? Mit einem Strommessgerät überprüfen die Schüler*innen ihre Vermutungen und tragen die Ergebnisse in ihren Energie-Detektiv-Ausweis ein.
Tipp: Wien Energie Kund*innen können sich im Service Treff Spittelau ein Strommessgerät gratis ausleihen!
Vergleiche und Rätsel fördern den bewussten Umgang mit Energie. Zum Beispiel:
Mit einer Kilowattstunde Strom kann man ca. 50 Stunden lang am Laptop arbeiten oder 6 Stunden lang mit der Playstation spielen.
Bewusstsein durch Unterricht und Workshops

Kinder lernen in Workshops spielerisch, wie Strom entsteht und warum Energiesparen wichtig ist. Sie experimentieren, entdecken und begreifen dabei, wie ihr Verhalten die Umwelt beeinflusst. Projekttage bieten eine ideale Gelegenheit, das Thema Energie und Klimaschutz intensiv zu vermitteln. Die offiziellen Klimatage eignen sich besonders gut, um solche Aktionen zu planen und durchzuführen.
| Tag | Um was geht's? |
|---|---|
| 24. Jänner Energiespartag | Der Energiespartag bietet die Möglichkeit, das Bewusstsein für den sparsamen Umgang mit Energie zu schaffen. |
| 22. April Earth Day | Den Earth Day gibt es seit 1970, meistens finden an diesem Tag Müllsammelaktionen statt. |
| 3. Mai Tag der Sonne | Sonnenenergie gilt als sehr nachhaltige Energiequelle. Der Tag eignet sich sehr gut, um in Schulen über erneuerbare Energien zu sprechen und Solarexperimente durchzuführen. Tipp: Wien Energie bietet laufend gratis Führungen im Kraftwerk Donaustadt zum Thema "Was die Sonne alles kann" an. |
| 15. Juni Tag des Windes (Global Wind Day) | Am Tag des Windes (Global Wind Day) wird die Windenergie in den Vordergrund gerückt und die Energiewende sichtbar gemacht. Dieser Tag eignet sich gut für einen Wandertag zu einem Windpark. Aber auch das Basteln von bunten Windrädern kann für Abwechslung sorgen. Tipp: Wien Energie bietet laufend gratis Führungen im Kraftwerk Donaustadt zum Thema "Die Kraft des Windes" an. |
| 24. Oktober Internationaler Tag des Klimaschutzes | Der Tag steht im Zeichen des Klimawandels. Er soll dazu motivieren, den eigenen CO₂-Fußabdruck zu verringern. Schüler*innen können beispielsweise dazu motiviert werden, zu Fuß zur Schule zu gehen und auf Autofahrten zu verzichten. |
Energie Express und Pixi-Bücher

Mit dem „Energie Express” und der Pixi-Buchreihe bringt Wien Energie Kindern auf spielerische Weise die Welt der Energie näher. Der Energie Express ist ein buntes Mitmach-Magazin, das viermal im Jahr erscheint und voller spannender Geschichten, Rätsel und Experimente steckt. Ob Sonne, Wind oder Fernwärme – hier wird Energie greifbar und verständlich gemacht. Mit dabei ist Captain Energy, der mit viel Witz und Wissen durch die Seiten führt.
Noch kleiner, aber genauso wirkungsvoll, sind die Pixi-Bücher, die Wien Energie gemeinsam mit dem Carlsen Verlag herausgibt. Bereits in neun liebevoll gestalteten Ausgaben begleitet die neugierige Ida Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren auf ihrer Reise durch die Welt der Energie (Stand 2025).
Vom Kraftwerk bis zur E-Ladestation – die Bücher erklären komplexe Themen einfach und kindgerecht. Sie sind ideal für den Einsatz in Grundschulen und Kindergärten oder als Geschenk für kleine Energiedetektiv*innen. Die Pixi-Bücher gibt’s kostenlos in der Wien Energie-Erlebniswelt.
Energie erleben – die Wien Energie-Erlebniswelt & Co.

Wien Energie bietet ein umfangreiches gratis Führungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Die Führungen können bequem online gebucht werden.
Die Wien Energie-Erlebniswelt bietet ein Führungsprogramm, bei dem Energie an interaktiven Stationen erlebbar wird. Am Standort Spittelau warten 19 interaktive Stationen, die auf spielerische Weise erklären, wie Strom erzeugt, transportiert und genutzt wird. Von der „Tour de Watt“ über das Stromtanzen bis hin zum Photonenballwerfen ist alles dabei.
Für ältere Kinder bieten sich auch Spezialführungen durch die Müllverbrennungsanlage Spittelau und das Kraftwerk Simmering an. Darüber hinaus gibt es spezielle Mitmach-Führungen für Volksschüler*innen über Wind- und Solarkraft.
Stromspartipps für den Schulalltag

Ein bewusster Umgang mit Beleuchtung und elektronischen Geräten hilft dabei, den Energieverbrauch im Schulalltag zu reduzieren.
Beleuchtung effizient nutzen
Auch bei der Beleuchtung lässt sich im Schulalltag Energie sparen. Folgende Tipps helfen dabei:
- Tageslicht nutzen: Räume möglichst so nutzen, dass natürliches Licht ausreicht.
- LEDs statt Halogenlampen: Der Umstieg auf LED spart bis zu 80 Prozent Strom.
- Bewegungsmelder installieren: Besonders in Fluren und Nebenräumen sinnvoll.
Nachts gilt: Licht ausschalten. Im Übrigen sind LED-Lampen geeignet für häufiges Ein- und Ausschalten und verbrauchen insgesamt weniger Energie.
Tipp: Lichtschalter beschriften, damit nicht die falschen eingeschaltet werden.
Elektronische Geräte bewusst einsetzen
- Stand-by vermeiden: Nicht benötigte Geräte nach Unterrichtsschluss ganz ausschalten. Schaltbare Steckdosenleisten können dabei helfen.
- Gemeinsame Nutzung: Drucker und Beamer sollten zentral und nicht in jedem Raum einzeln verwendet werden.
- Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren: Sie sind besonders hilfreich in Toiletten und Fluren, wo das Licht häufig unnötig eingeschaltet ist.
Heiz- und Lüftungsverhalten anpassen
- Mehrmals täglich kurz alle Fenster öffnen, statt dauerhaft zu lüften.
- Thermostate richtig einstellen. Eine Senkung der Raumtemperatur um 1 °C spart bis zu 6 % Heizenergie.
- Nebenräume weniger beheizen: Lagerräume, Flure oder Kopierräume benötigen nicht dieselbe Raumtemperatur wie Klassenzimmer. Hier kann die Temperatur entsprechend niedriger eingestellt werden.
- Die optimale Raumtemperatur in Schulklassen beträgt 20 °C, in Turnhallen sind bereits 17 °C ausreichend.
Warmwasser
Grundsätzlich gilt: Je weniger Warmwasser erhitzt werden muss, desto weniger Energie wird verbraucht. Deshalb lohnt es sich zu prüfen, an welchen Waschbecken Warmwasser tatsächlich benötigt wird.
Darüber hinaus können Wasserhähne mit einem Durchflussbegrenzer ausgestattet werden, um den Wasserverbrauch zu reduzieren.
Regelmäßige Wartung und Kontrolle
Heizungsanlagen, Lüftungen, Beleuchtungen und elektronische Geräte sollten in regelmäßigen Abständen gewartet und überprüft werden.
Erneuerbare Energie nutzen

Das Ziel der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) ist es, Schulgebäude möglichst unabhängig von fossilen Energieträgern zu machen. Deshalb kommen bei Sanierungen und Neubauten zunehmend erneuerbare Energielösungen zum Einsatz, etwa Wärmepumpen oder Photovoltaikanlagen.
Fazit: Mit kleinen Schritten Großes erreichen
Energiesparen in Schulen beginnt oft mit einfachen Maßnahmen: Licht ausschalten, Geräte nur bei Bedarf nutzen oder beim Lüften auf dauerhaft gekippte Fenster verzichten. Gleichzeitig können Projekte und gemeinsame Aktionen zeigen, wie Energiesparen im Schulalltag funktioniert.
So wird Stromsparen zu einer gemeinsamen Aufgabe und Energie zu einem Thema, das nicht nur im Unterricht vorkommt, sondern auch im Alltag der Schule.


